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Arm im Alter | Frauen in der Rentenfalle

2017: Frauen seid wählerisch!

Frauen sind heute gut ausgebildet und stehen im Arbeitsleben. Sie meistern die Herausforderung Berufs- und Familienleben zu vereinbaren, engagieren sich im Ehrenamt und pflegen Angehörige. Da sollte man meinen, dass sie dem Alter und dem Renteneintritt entspannt entgegen blicken können.

Aber nein. Denn die Frauen der geburtenstarken Jahrgänge werden in den nächsten Jahren mit nicht mehr als 600 Euro in die Rente gehen. Ob die Rente sicher ist, ist umstritten. Dass die meisten Rentnerinnen arm sein werden, ist dagegen gewiss. Hier muss sich etwas tun.

Deshalb hat die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Erfurt das Thema im Superwahljahr auf die Agenda gesetzt. Das Problem ist keineswegs neu. Schließlich kämpft Adamek seit Jahren für existenzsichernde Beschäftigung, Gleichstellung und Gleichberechtigung von Frauen. Auch Kristina Vaillant beschäftigt sich seit langem mit dem Thema und ist nun mit ihrem Buch ‚Die verratenen Mütter‘ der Einladung von Adamek und Landeszentrale für politische Bildung gefolgt.

Altersarmut betrifft auch Männer, aber eben vor allem Frauen. Denn die Lebenswirklichkeit von Frauen unterscheidet sich extrem vom sogenannten Eckrentner. Und von dieser statistischen Größe hängt alles ab. Ein normales Frauenleben passt nicht in die quere Logik von 45 Arbeitsjahren in Produktionsbetrieb oder Handwerk. Familien- und Erziehungszeiten, das hohe Maß an Teilzeitarbeit, die deutlich geringe Bezahlung in Dienstleistungsberufen oder der erschwerte Zugang zu Führungspositionen und hoch bezahlten Wirtschaftszweigen benachteiligen Frauen, während ihrer Berufstätigkeit. Und beim Renteneintritt, zählt dann die Lebensleistung der Frauen nicht. Die Jahrzehnte unbezahlter Sorgearbeit führen in die Armut. Ein Dilemma auf das unser Rentensystem keine Antwort hat. Sämtliche Reformen haben sich diesem Grundproblem nicht angenommen, sondern nur das Rentenniveau auf heute unter 50 Prozent gedrückt.

 Und nun? Wir müssen immer wieder auf das Problem aufmerksam machen und Lösungen einfordern, so das Credo der gestrigen Veranstaltung.

 Bald ist Wahlkampf. Fragen Sie die Bundestagskandidat*innen! Fordern Sie Antworten von Parteien, wie sie die Menschen in einem der reichsten Industrieländer vor Altersarmut effektiv schützen werden. [PM_17/28]

 

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Machen Sie mit bei der Aktion vom FrauenZentrum Erfurt*

‚würd ich machen, wenn ich Kanzlerin von Deutschland wäre…‘ und stellen Sie Ihren Rentenplan vor!

Unsere Aktionskarten finden Sie überall in der Stadt oder direkt bei uns in der Pergamentergasse 36  .

Machen Sie mit! Sagen Sie was Sache ist

Geben Sie Ihre  Aktionskarte  im FrauenZentrum Erfurt oder senden Sie uns Ihre Aktionsmail email mit dem 'Betreff: Kanlzerin'

 

* Die Aktion wird unterstützt von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Erfurt

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