27.01.12
Teilzeit und Altersarmut
Weibliche Erwerbsbiografien mit düsteren Aussichten
Eigentlich könnte es so schön sein. Frauen sind heute so gut ausgebildet wie nie zuvor. Frauen sind berufstätig und wollen es auch sein. Die reine Hausfrauenbiografie gibt es immer seltener. Schaut man jedoch genauer hin, arbeiten Frauen immer häufiger in Teilzeit oder Minijobs, sind von Arbeitslosigkeit betroffen oder raus aus dem Job, wegen der Kinder. Insgesamt haben Frauen damit keine guten Aussichten für ihre soziale Absicherung im Alter.
Mit ihrer jüngst veröffentlichten Studie fordern deshalb die Berliner Wissenschaftlerinnen Barbara Riedmüller und Ulrike Schmalreck "Altersarmut [dort zu] bekämpfen, wo sie entsteht: am Arbeitsmarkt". Dazu geben sie der Politik Empfehlungen. Sie fordern Veränderungen im Rentensystem, im Niedriglohnbereich und bei der Sozialversicherungspflicht. Wenn die Weichenstellung ausbleibt, zeichnen die Forscherinnen düstere Aussichten. Die heutige Frauengeneration müsste dann ein Leben mit 700 Euro Rente fristen.
"Die Studie zeichnet Zukunft, wie sie Frauen, die zu uns ins Projekt kommen, heute schon erleben", sagt die Mitarbeiterin von "Hand in Hand". Deshalb macht sich die vom ESF-Thüringen geforderte Initiative für die Frauen stark. Ganz konkret für die einzelne Frau und ganz vehement für bessere Beschäftigunschancen für die Thüringer Frauen.
Quelle: Freie Universität Berlin / mehr lesen



