05.01.12
Sozialpolitik bringt Jobs
sagt „Hand in Hand“
Sozial kostet, Wirtschaft bringt Geld ist ein oft benutztes Mantra. An der Frage, wie viel Wahres daran ist, scheiden sich die Geister. Nun hat die Europäische Kommission das neue Jahr mit einer Veröffentlichung zum Thema begonnen. Sie kommt zum Schluss, dass die Mischung aus Beschäftigungs- und Sozialpolitik notwendig ist, um angesichts der gegenwärtigen Konsolidierung der Finanzen und der trüben Wirtschaftsprognosen einen langfristigen Aufschwung, bei dem viele Arbeitsplätze geschaffen werden, zu gewährleisten.
Europas Wirtschaft und Finanzsystem steckt in der Krise. Einkommensunterschiede werden größer, arm und reich driften immer weiter auseinander. Von Armut oder sozialer Ausgrenzung sind mittlerweile 23 Prozent der Bevölkerung betroffen. Die Kommission votiert deshalb für mehr Beschäftigung, bessere Sozialinvestitionen und eine gerechtere Besteuerung von Spitzeneinkommen und Vermögen.
Darüber hinaus hat die erste jährliche Überprüfung der Entwicklungen in den Bereichen Beschäftigung und Soziales in Europa aufgezeigt, dass Armut viele Gesichter in Europa hat. Während in den nördlichen und westlichen Mitgliedstaaten der Ausschluss vom Arbeitsmarkt vorherrscht. Vor allem Ältere, Alleinerziehende und Haushalte mit geringer Erwerbsintensität sind von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Für mehr als 8% der Menschen, die einer Arbeit nachgehen, besteht ein Armutsrisiko (sog. „erwerbstätige Arme“).
„Hand in Hand“ sagt, Arbeit muss sich bezahlt machen. Europa muss sich stark machen: Zugänge in Bildung und Arbeit ebnen, Schutz vor Armut und sozialer Ausgrenzung gewähren und Initiativen unterstützen, die sich vor Ort für die Menschen einsetzen.
mehr lesen: ec.europa.eu
Quelle:
PARITÄTISCHER Thüringen Newsletter 01/12


